Ein bisschen besser lernen – jeden Tag!

Vorbilder sind super! Jeder sollte Vorbilder haben. Nur sollten wir nicht alles für bare Münze nehmen, was unsere Vorbilder so verzapfen… Nicht ALLES was Vorbilder machen, ist auch für uns vorbildlich 😉 In diesem Beitrag geht es darum, wie wir aufhören können, ziellos zu grübeln und stattdessen anfangen, objektiv, schnell und effektiv zu testen, was zu uns passt.

Lernen geht über blindes Kopieren

Nur weil jemand Erfolg hatte, wissen wir noch nicht, dass alles, was er oder sie vorher getan hat, auch ursächlich dafür war, dass der Erfolg eingetreten ist. Das ist eine simple und – um es im Juristenslang auszudrücken – ziemlich unumstrittene Aussage.
Nur weil jemand herausragende Examensklausuren geschrieben hat, wissen wir damit nicht, ob die Klausuren wegen oder trotz der langen Vorbereitungsphase gut waren. Nur weil jemand einen guten Studienabschluss hatte, wissen wir noch lange nicht, ob er diesen Abschluss wegen oder trotz 10-stündiger Lerntage erreicht hat. Nur weil jemand super Noten hat, wissen wir nicht, ob er oder sie diese Noten wegen oder trotz seiner oder ihrer Lerngruppe erzielt hat… Wir wissen ziemlich wenig.
Natürlich ist es sinnvoll, sich Vorbilder auszusuchen und diese Vorbilder zu imitieren. Es wäre ziemlich ineffizient, würden wir selbst ständig versuchen, das Rad neu zu erfinden. Auf der anderen Seite ist es aber auch ziemlich ineffizient, unser Vorbild „blind“ nachzuahmen – ohne selbst zu überprüfen, ob die Methoden auch für uns funktionieren:
Nur weil Jochen erfolgreich mit Karteikarten lernt, bedeutet das nicht automatisch, dass Gisela damit auch erfolgreich sein wird. Anstatt Jochen blind zu kopieren, sollte Gisela lieber testen, ob diese Methode auch für sie funktioniert…

Selbstmitleid ≠ Selbstkritik

Achtung: Überprüfen bedeutet nicht, nach einer Woche einfach aufzugeben und hinzuschmeißen. „Ich kann das nicht, funktioniert bei mir nicht“ ist eine ziemlich faule Ausrede. Ändere einfach deinen Fokus von absoluten Fragen – „Funktioniert das?“ – zu relativen Fragen: „Funktioniert die Methode von Jochen besser oder doch die von Gisela?“.
Wenn es zwei unterschiedliche Methoden gibt – etwa zum Vokabeln, Fachbegriffe oder Definitionen lernen – dann kannst du beide Methoden in einem Zeitraum gegeneinander antreten lassen. Welche Methode mehr Vokabeln, Fachbegriffe und Definitionen in dein Kopf bekommen hat, gewinnt! Findest du eine neue Methode, kannst du das Spiel wiederholen.
Also: Vergleiche mehrere Methoden, indem du sie messbar gegenüberstellst! Lass mich gerne wissen, welche Methoden du ausgewählt hast, wie sich der Wettkampf entwickelt und welche der Methoden letztlich gewonnen hat!

365 x 1 ≈ (365)² mal schneller lernen 😉

Stell dir mal vor, durch eine so getestete Methode kannst du pro Woche 10 Vokabeln mehr lernen… das sind in einem Jahr über 500 Vokabeln mehr! Es kann sich also enorm lohnen, eine auch nur ein bisschen besser geeignete Methode zu finden! Was hast du wirklich zu verlieren – oder glaubst du, du wirst schlechter dadurch, dass du mehr Methoden ausprobierst? Langsamer wirst du vielmehr, wenn du an deiner Methode festhältst, obwohl du nicht begeistert bist und ständig grübelst, was man sonst so tun könnte, ohne es auszuprobieren. Also, wann immer du auch nur ein bisschen an einer Lernmethode zweifelst:
  1. Suche dir unterschiedliche Methoden und lasse sie gegeneinander in den Ring steigen 😉
  2. Glaube niemals, dass die Methode des Klassenbesten auch deine beste Methode sein muss.
  3. Teste, anstatt nutzlos und ziellos rumzugrübeln!
  4. Bevor du mit einer Methode so viel Zeit verbringst, dass du sie schon allein aufgrund des Zeitumfangs nicht mehr überprüfen kannst, teste sie im Kleinen. Verschwende deine Zeit nicht mit Zeug, von dem du nicht sicher weißt, ob es funktioniert!
So entwickelst du ziemlich einfach und schnell ein System, mit dem du dein Lerntempo per Autopilot immer weiter beschleunigst. Denn: Was ist besser als ein gutes System? Ein System, mit dem du dein System systematisch optimierst ????
Los gehts: Welche zwei Alternativen zum Auswendiglernen lässt du gegeneinander antreten? Schreib auf, wann und in welchem Zeitraum der Contest stattfindet und wie du erkennst, welche von beiden gewonnen hat… und… ach ja: Teste doch mal, diesen Beitrag auf Facebook zu teilen!
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Du brauchst und/oder suchst Inspiration für neue Lernmethoden? Mein Vorschlag: Investiere in dieses Buch hier.* Es ist leicht und schnell zu lesen und wenn du nur ein Tipp daraus mitnehmen kannst, hat sich das Geld schon dreimal ausgezahlt. Ehrlich!
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Jan-Felix

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