Besser lernen mit diesen 5 Goldene Pausen-Regeln

In diesem Blogbeitrag erfährst du, warum Pausen für deinen Lernalltag nicht nur schön, sonder notwendig sind. Du erfährst, was der Unterschied zwischen Pausen, Ablenkung und Urlaub ist und warum alles nicht zu kurz kommen darf. Also: Legen wir los!

Dieser Beitrag ist Teil der Serie “Die 10 Goldenen Lernregeln”. Hier gehts direkt zur Themenübersicht.

Take a break… just do it.

Ohne Ende zu arbeiten tut niemandem gut. Eher früher als später, fängt unser Körper an zu streiken. Möglicherweise sitzen wir noch am Schreibtisch und starren auf unser Buch – aufnahmefähig sind wird dann aber nicht mehr.

Wir brauchen Pausen um uns zu erholen und um zu verarbeiten. Lernen ist Verstehen und Üben. Um etwas zu verstehen, müssen wir aktiv und selbstständig nachdenken und das geht nur dann, wenn wir gerade keine neuen Informationen aufnehmen. Diese kurzen Denkpausen sind keine wirklichen Unterbrechungen des Lernalltags. Sie sind unser ständiger Begleiter und sie führen zu

Pausenregel #1 – Denk nach!

Immer, wenn du etwas meinst verstanden zu haben, denke kurz darüber nach. Idealerweise machst du dir ein paar Notizen, schreibst auf, was du meinst verstanden zu haben oder zeichnest eine kurze Mind-Map.

Davon unterscheiden wir Pausen, in denen wir wirklich abschalten. Wir bewegen uns kurz, lassen die Gedanken schweifen, trinken oder essen etwas, halten unseren Kopf aus dem Fenster und lassen Sauerstoff in unsere Lunge. Diese Pausen dienen nicht so sehr der gedanklichen Verarbeitung, sie dienen der körperlichen Regeneration. Ähnlich wie beim Sport, brauchst du auch beim Lernen in regelmäßigen Abständen Regenerationsphasen, die dir die Energie für intensivere Lernintervalle zurückgeben. Anders als bei den “Denkpausen”,  ist hier allerdings wichtig, feste Rhythmen zu haben. Daher lautet

Pausenregel #2 – Regelmäßig durchatmen!

Orientiere dich an 45 Minuten Rhythmen. Richte dir einen Wecker ein, der dich behutsam an die Pause erinnert. Jetzt machst du 5-10 Minuten etwas, was garantiert nicht deine Aufmerksamkeit erfordert, dein Bewusstsein entspannt und dir körperlich gut tut. Trinken, essen, lüften, strecken. Alles, was dir gut tut nur…

Pausenregel #3 – Nicht ablenken lassen!

E-Mail, Facebook, WhatsApp, Snapchat, Instagram… alles super Tools. Sie alle funktionieren aber nur deshalb so wunderbar, weil sie uns von dem ablenken, was wir eigentlich tun sollten. Lernen oder entspannen. Die Pause beim Fußball nutzen wir ja auch nicht, um “entspannt” ein paar Liegestütz zu machen. Kommunikationstools wie die oben genannten, entspannen unser Bewusstsein nicht, sie beanspruchen es nur anders als das aktive Lernen. Fatal ist außerdem, dass die neuen Reize von Facebook und Co. die gerade erlernten Informationen regelrecht „überschreiben“. Ablenkung sorgt also nicht nur dafür, dass wir nicht entspannen, sie verhindert auch aktiv, dass wir uns die Informationen später merken können. Also – kein Witz – solange es geht: Sperr dein Handy beim Lernen weg und hol es auch nicht in der Pause wieder raus. Sag deinen Leuten, dass du lernst und daher für ein paar Stunden nicht zu erreichen bist.

Daneben solltest du ein-zwei größere Pausen machen, in denen du dein Mittags-, Nachmittags- oder Abendtief ausnutzt. Es gibt am Tag bei jedem ein paar Phasen, in denen Stoffwechselprozesse derart viel Energie beanspruchen, dass unser Hirn buchstäblich unterversorgt wird. In dieser Zeit ergibt es absolut null Sinn, dass du über einem Buch sitzt. Nutze die Zeit, um Mittagessen zu gehen, Besorgungen zu machen, oder aber auch Sport zu machen.

Es gibt keine Regel auf dieser Welt, die uns zwingt unsere Sportsession morgens oder abends zu absolvieren. Mittags eine kleine Runde laufen und der Nachmittag startet gleich energetisierter 😉 Daher lautet

Pausenregel #4 – Mache ein bis zwei große Pausen

Wichtig ist, dass du diese Pausen auf deine Tiefs legst. Beobachte, wann genau du am Tag am wenigsten konzentrationsfähig bist. Das ist deine Pausenzeit!

Genau wie es gut ist, ein-zwei mal am Tag größere Pausen zu machen, habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht, etwa zweimal im Jahr intensive Arbeitswochen einzuführen. In diesen „Workations“ nabele ich mich nahezu komplett von der Außenwelt ab, verreise am liebsten irgendwohin und arbeite eine Woche konzentriert an ganz konkreten Dingen, die ich habe schleifen lassen. Im Studium habe ich so beispielsweise die Nebengebiete gelernt, die ich für das Staatsexamen brauchte, aber niemals die richtige Zeit dafür gefunden habe. Eine Woche in Mazendonien an einem großen, blauen See und das Europarecht war erledigt 😉

Pausenregel #5 – Mache Urlaub… und zwar richtig!

Ein bis zwei Wochen Workation und ein bis zwei Wochen richtig Entspannen. Auch wenn es bei geringem Budget und einem auf der Stirn getragenen Bildungsanspruch manchmal nicht leicht ist zuzugeben: Aber der Urlaub ist zur echten Entspannung dar. Sowohl der echte Urlaub, als auch die Workation, dient dazu, dass du dich eine Woche lang fokussieren kannst. Einmal auf wichtige Projekte und einmal auf dich und was dir gut tut. 

Zusammenfassung

Wir alle brauchen Pausen. Pausen zum Denken und Pausen vom Denken. Wichtig ist, dass du Pausen nicht mit Ablenkung verwechselst und stattdessen versuchst, die ganzen kleinen Ablenkungsversuchungen um dich herum, auf die Zeit zu verbannen, zu denen sie keinen Schaden anrichten können. Um wichtige Projekte konzentriert abzuarbeiten und ein bisschen Abstand von den Dingen zu bekommen, solltest du hin und wieder Urlaub machen und dich von der gewohnten Umgebung verabschieden.  

Dieser Beitrag ist Teil der Serie “Die 10 Goldenen Lernregeln”. Hier gehts direkt zur Themenübersicht.

Call to action

Drei ganz konkrete Schritte, die deinen Lernalltag ab morgen effektiver machen:

  1. Richte dir gleich eine Autoreply-Nachricht ein, um der Welt mitzuteilen, dass du lernst und daher – wenn überhaupt – nur zeitlich verzögert antworten wirst. Wenn etwas wirklich sehr wichtig ist, dann kann kann man dich nach 18:00 Uhr zu Hause auf deinem Festnetztelefon erreichen. Möglicherweise…
  2. Sperre dein Handy und alle anderen Ablenkungen während deiner Lernsession weg, oder stelle es auf “Flugmodus”. Gewöhne dir an, sämtliche Push-Mitteilungen auszustellen. Keine Ausnahmen. Wenn es geht, stelle auch deinen Computer auf “nicht stören”.
  3. Stell dir einen kleinen Wecker oder etwas ähnliches, was dich nach 45 Minuten daran erinnert, die Seite noch zu Ende zu lesen und dann 5 Minuten Pause zu machen. Du musst nicht alles sofort stehen und liegen lassen: Es reicht, wenn du den Abschnitt noch eben zu Ende liest. 

Attention: affiliate!

Hier sind ein paar Produkte, die mir im Lernalltag geholfen haben und immer noch helfen. Erwirbst du Produkte, nachdem du auf einen der folgenden Links geklickt hast, dann erhalte ich eine kleine Provision, die ich vollständig in den Betrieb dieses Blogs stecke. Der Preis erhöht sich dadurch für dich nicht, du unterstützt aber diese Website und reduzierst für mich die Kosten. Vielen Dank dafür!

  • Meine Lieblingsbuchstütze aus Bambus. Ich hatte wirklich lange Probleme, mich daran zu gewöhnen, beim Lesen Notizen zu machen. Bis mir auffiel, dass alle Leute, die sich kontinuierlich Notizen machen, nicht ihr Lesebuch mittig vor sich liegen haben, sondern ihre Notizen. Mit diesem Buchständer kann ich bequem sitzen, mich auf das Buch vor mir konzentrieren und gleichzeitig Notizen anfertigen, ohne mich ständig hin und her zu drehen. Klingt komisch – wirkt aber Wunder!
  • Das Buch, dass dir Schritt für Schritt erklärt, wie du fokussierter und ablenkungsfreier arbeiten kannst. Deep Work, von Cal Newport ist bisher nur auf englisch erschienen (Tipp: Hörbuch!), kann in der deutschen Version aber schon vorbestellt werden. Für alle Facebook-Junkies und Smartphone-Addicts: Das Buch verspricht Heilung!
  • Etwas hochpreisiger, aber für jeden, der in der Bibliothek oder in einer WG lernt, ein echter Segen: Kopfhörer mit active noise canceling. Ruhige Hintergrundmusik an, Handy auf Flugmodus setzen und ab gehts in den Lerntunnel. Niemand kann dich jetzt noch ablenken 😉 Diese Kopfhörer trage ich bei der Arbeit, wenn ich mich voll konzentrieren muss.

Jan-Felix

Hallo, ich bin Jan-Felix Kumkar, Lerncoach und Dozent. Hier versorge ich dich mit wertvollen Tipps, wie du motivierter und effektiver durchs Studium kommst und dabei den Spaß nicht verlierst. Hast du Fragen zum Studium, zum Lernen oder Wissensmanagement? Ich freue mich über eine persönliche E-Mail!

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